19. Bärenbacher-Hermanns-Turnier am 30./31.08.2014

„Bärenbach liegt nicht am Flugplatz Hahn und auch nicht in der Lüneburger Heide“, dementsprechende Ruhe, Beschaulichkeit und steiles Gelände findet man hier vor. Die „Bäfelbosch“ (Bärenbacher Feldbogenschützen) kündigen das auf ihrer Vereinshomepage zum 19. Bärenbacher-Hermanns-Turnier durchaus an und so wussten die zahlreich hier teilnehmenden Bogenschützen, dass Lauffreude und gute Kondition für den hiesigen Turnierparcours erforderlich ist.

Das rheinland-pfälzische Bärenbach liegt in einem Seitental der Nahe überragt vom Schlossberg mit seiner mittelalterlichen „Naumburg“ einer Höhenburgruine mit wunderbarem Ausblick.

Treffpunkt war zunächst das Vereinsheim der „Bäfelbosch“ beim Sportplatz auf der Anhöhe gegenüber. Viele fleißige Helfer hatten hier bereits ein tolles Frühstücks-buffet gerichtet und wer wollte, konnte sich vor dem „Marsch über die Steilhänge“ nochmals stärken. Die Anmeldeformalitäten gestalteten sich in den Händen von Walter Ullrich flott und problemlos. Sepp u. Werner Rohr begrüßten die versammelten Schützen recht herzlich, gaben noch einige Hinweise mit auf den Weg und bald darauf machten sich die Gruppen zu ihren jeweiligen Startpflöcken auf. Der weitläufige Parcours verlief mit 28 Zielen bestückt, in stetigen Wechsel von Wald- und Flurpassagen, bergauf- und bergab. Immer wieder boten sich wunderbare Ausblicke in die schöne Landschaft, auf Steilhänge, Felssporne, Berge und Täler.

 

 

Von den üblen Wetterkapriolen rundum im Land überwiegend verschont, konnte man hier bei angenehmem Bogensportwetter (ohne Regen u. Wind, nicht zu heiß und nicht zu kalt) schießen, sogar die Sonne ließ sich blicken. Alle im Rahmen des IFAA-Reglements liegenden Entfernungen waren geboten, ebenso schräg am Hang stehende Tiere, schwer einschätzbare Schüsse im dunklen Wald, über Gräben hinweg, bergab und bergauf, also alle Raffinessen, aus der Schatzkiste des erfahrenen Parcoursarchitekten. Durch etliche engagierte Vereinsmitglieder der „Bäfelbosch“ waren auch mehrere Verpflegungsstationen über den Parcours verteilt möglich und wurden auch gerne von den durchziehenden Schützen angenommen.
Für den ersten Turniertag war eine 3-Pfeil-Runde vorgesehen und am Folgetag eine Doppel-Hunter-Runde. Wer nach einem langen Tag noch nicht genug geschossen hatte, durfte auf dem Sportplatz noch an einer genialen Bow-Trap-Maschine mit „Flu-Flus“ auf Wurfscheiben schießen. Die Auswertung der Scorekarten ging zügig voran und so konnte man bald zur Siegerehrung der einzelnen Bogenklassen schreiten. Da man hier in der Nähe von Idar-Oberstein mit seinen vielen Achatschleifen liegt, waren die Preise für die Erstplatzierten dementsprechend auch schöne Achatscheiben.
Dieses tolle, wenn auch recht anstrengende Turnier sollte jeder mal mitgeschossen haben, es lohnt sich in jeder Hinsicht!
Leider gibt es im nächsten Jahr wegen Terminüberschneidung mit der Weltmeisterschaft in Ungarn kein Turnier in Bärenbach, aber 2016 solle es dafür ein ganz besonderes Turnier mit vielen Überraschungen geben. Wir dürfen gespannt sein...!

Birgit, welche bei sehr starker und namhafter Konkurrenz in ihrer Bogenklasse den 5. Platz erreichte, hat es ausnehmend gut hier in Bärenbach und bei den „Bäfelbosch“ gefallen und sie kommt gerne wieder.